Jugendstil
1890/95-1910/15
Der edle Stein wurde nicht mehr um seiner selbst willen präsentiert, als Demonstration seiner schieren Unerschwinglichkeit, wurden bislang verachtete Halbedelsteine oder Mineralien ohne großen Pretiosenwert vermehrt verwendet, wobei Design und handwerkliche Ausführungen , sowie die Originalität des Sujet in den Vordergrund rückten. Vorlagen und Inspiration bot die Natur selbst.
Es wurde so ziemlich alles, was da kreucht und fleucht, Käfer, Schmetterlinge, Schnecken und Frösche zu Anhängern , Kämmen, Armschmuck.

Camille Clifford, 1904

Haar Demi Parure 19. Jahrh.
Barock
Der Ausdruck Barock bezeichnet die kunstgeschichtliche Stilepoche ca. von 1600 bis 1770, die der Renaissance folgte bzw. dem Klassizismus vorausging.
Die Schmuckherstellung im Barockzeitalter stand stark unter dem Einfluss Frankreichs, insbesondere während der Regierungszeit des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV.
Das prunkliebende Barockzeitalter entwickelte eine grosse Vorliebe für Diamanten.
In diesem Zeitalter beginnt sich aber auch Silber als Material für allerlei Gebrauchsgegenstände durchzusetzen.
Schmuck stellt sich in einer kaum da gewesenen Üppigkeit und Bewegtheit von Formen dar. Der figürliche Schmuck der Renaissance bekommt mehr und mehr florales Aussehen, bedingt durch Orienthandel.

Einzelschmuckstücke , wie Ketten oder Armbänder sind eher selten. Dominierend hingegen sind Broschen und Ohrringe.
spanische Mode mit grossen Krägen-Frühbarock
