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Historismus

1870 - 1910

Der Schmuck des Historismus hat unterschiedliche Gesichter. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzt im Schmuckbereich der gotischen Stil ein, parallel dazu erfährt der Stil des Rokoko eine Wiederbelebung, sodann die Stilrichtung der Renaissance. 1869 Eröffnung des Suez-Kanals- ägyptische Mode  mit orientalen Mustern taucht nunmehr sehr verstärkt auf.

Der Pariser Hof brachte eine  Mode von Prunk geprägt hervor. Das Vorbild in Sachen Mode und Geschmack für Europa wurde Kaiserin Eugénie de Montijo von Frankreich, die Gattin Napoleon III.

 

 


Empire etwa 1800 bis 1830

Schmuck wurde vorwiegend für Repräsentationszwecke verwendet. Dekorationselemente waren  auch wuchtige Römische Motive, wie Lorbeerkränze, Adler oder Widderköpfe.

Verwendung fanden hauptsächlich Edelsteine, Perlen, Gemmen und Kameen.
Hohe handwerkliche Perfektion.

 wurden bislang verachtete Halbedelsteine oder Mineralien o

Kaiserin Joséphinehne großen Pretiosenwert vermehrt verwendet, wobei Design  und handwerkliche Ausführungen , sowie die Originalität des Sujet in den Vordergrund rückten. Vorlagen und Inspiration bot die Natur s seineMineralien ohne großen Pretiosenwert vermehrt verwendet, wobei Design  und handwerkliche Ausführungen , sowie die Originalität des Sujet in den Vordergrund rückten. Vorlagen und Inspiration bot die Natur selbst.

 

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Krönungsdiadem der Kaiserin Joséphine


 

 

 

 

 

 

 Jugendstil

1890/95-1910/15

Der edle Stein wurde nicht mehr um seiner selbst willen präsentiert, als Demonstration seiner schieren Unerschwinglichkeit, wurden bislang verachtete Halbedelsteine oder Mineralien ohne großen Pretiosenwert vermehrt verwendet, wobei Design  und handwerkliche Ausführungen , sowie die Originalität des Sujet in den Vordergrund rückten. Vorlagen und Inspiration bot die Natur selbst.

Es wurde so ziemlich alles, was da kreucht und fleucht, Käfer, Schmetterlinge, Schnecken und Frösche zu Anhängern , Kämmen, Armschmuck.

Camille Clifford, 1904


Haar Demi Parure 19. Jahrh.


Barock

Der Ausdruck Barock bezeichnet die kunstgeschichtliche Stilepoche ca. von 1600 bis 1770, die der Renaissance folgte bzw. dem Klassizismus vorausging.

 

Die Schmuckherstellung im Barockzeitalter stand stark unter dem Einfluss Frankreichs, insbesondere während der Regierungszeit des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV.

Das prunkliebende Barockzeitalter entwickelte eine grosse Vorliebe für Diamanten.

In diesem Zeitalter beginnt sich  aber auch  Silber als Material für allerlei Gebrauchsgegenstände durchzusetzen.

Schmuck stellt sich in einer kaum da gewesenen Üppigkeit und Bewegtheit von Formen dar. Der figürliche Schmuck der Renaissance bekommt mehr und mehr florales Aussehen, bedingt durch Orienthandel.

Einzelschmuckstücke , wie Ketten oder Armbänder sind eher selten. Dominierend hingegen sind Broschen und Ohrringe.

spanische Mode mit grossen Krägen-Frühbarock


 Art Deco

Künstlerische Richtung zwischen 1920 und 1939

"Art deco war ohne stilbildende Anschauung. Vielmehr handelt es sich um eine gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit des Materials, Intensität der Farben und Sinnlichkeit des Themas. Alles das war bereits im Jugendstil angelegt - vor allem im französischen, wo man im Überflüssigen das Notwendige sah....."

Neben dem teuren und erlesenen Schmuck der Juweliere, entstand auch eine große Menge billiger Schmuckstücke: Broschen, Ketten, Schnallen und Gürtelschließen aus Aluminium. Bakelit, Glasperlen sowie eine Reihe vergoldeter und versilberter Schmuckstücke .

Wichtigste Neuerung:



coco chanel


Biedermeier

 1814 und der Revolution von 1848

die neue bürgerliche Kultur

Die bürgerliche Gesellschaft Deutschlands und Österreichs trug schon allein rein aus wirtschaftlichen Gründen sehr sparsam und wenig Schmuck. Eine Ausnahme bildeten allerdings die obligatorischen Ohrgehänge. Diese waren ein Muss.

Kleidung und Schmuck bildeten im Bürgertum keinerlei Stileinheit mehr.

Die betuchtere Dame oder die Adlige trug neben dem Diadem (bis ca 1820) im Haar zusätzlich Zierkämme und Haarnadeln.

Schaumgoldbroschen mit Türkis, Koralle und Perlen Citrin und Topas kam in Mode.

 

 

Ab  ca 1820 bevorzugte man naturalistische Blumenranken oder die sogenannte

"Ferronière",(eine Art Stirnband) ein Juwel , das an einer Gold- oder Perlenkette hängend  um den Kopf gelegt wurde.